Freie Bildung - gegen Studiengebühren

Vermehrter Wettbewerb

Aufgrund der potentiellen Abwanderungsgefahr erweitern teurere Hochschulen ihr Angebot an Studiengängen und gestalten diese besonders innovativ und individuell. Das kann auch bedeuten, dass seltene und internationale Fächer auswählbar sind und eine fachspezifische Vertiefung gewählt werden kann.
Steuerfinanziertes Studium ist ungerecht
Ein Jahr Medizinstudium kostet dem Steuerzahler circa 28363 Euro. Während bei Studiengebühren nur die bezahlen, die tatsächlich ein Studium aufnehmen, kommt in Ländern ohne Studiengebühren der Steuerzahler für das Studium auf. Somit finanzieren auch Menschen, die weder selbst studiert haben noch ihre Kinder studieren lassen, die Hochschulausbildung anderer. Im Falle von Studiengebühren übernimmt dies (zu einem großen Teil) der Studierende selbst oder dessen Eltern. Nachweislich hat sich dort die Zahl der Abbrecher reduziert
Die Studenten engagieren sich mehr auf dem Campus
Studenten, die für ihre Ausbildung bezahlen müssen, nehmen sich zudem auch mehr Zeit sich für und an der Hochschule zu engagieren. Sie bringen sich stärker in Gremien oder im Studentenausschuss ein. Auch die Wahlbeteiligung an Hochschulwahlen sollte demnach steigen.

Studiengebühren sind nicht sozial ungerecht

Absolventen aus sozial schwächeren Haushalten wird, entgegen der Boulevardpresse, ein Studium nicht verwehrt. Die betroffenen Länder haben verschiedene Möglichkeiten geschaffen wie beispielsweise Bildungskredite oder Studienbeitragsdarlehen. Die Studiendarlehen sind staatlich verzinst, aber verhältnismäßig so gering, dass die Rückzahlsumme nur unwesentlich von der ausgezahlten Summe abweicht. Zumal gelten oftmals die Regelungen, dass die Rückzahlungen erst einige Zeit nach Studienende beginnen und dieses auch nur bei einem bestimmten Einkommen.

Verbesserung der Lehre

Experten gehen davon aus, dass die Hochschulen mit der Einführung der jeweiligen Studiengebühr jährlich um 1,4 Milliarden Euro Mehreinnahmen haben. Somit ist es der Hochschule möglich viele neue und vor allem unbefristete Lehrstellen zu schaffen, das Kursangebot kann erweitert werden, die Kurse könnten kleiner gehalten werden, womit sich das Lernverhältnis um einiges verbessern würde. Die Bibliotheken sind Anlaufpunkt eines jeden Studenten und können anhand der Studiengebühren aufgestockt und die technischen Einrichtungen verbessert oder generalüberholt werden.

Soziale Ungerechtigkeit

Nicht mehr die Qualifikation, sondern der familiäre Hintergrund entscheidet über die Ausbildung.

Kinder reicher Eltern können es sich leisten zu studieren; Absolventen aus finanziell schlechter gestellten Elternhäusern häufiger nicht. Somit würde sich die Arm-Reich-Schere weiter öffnen. Die Sozialstruktur bestehe dann aus der Elite und der sozial schwachen Schicht.
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