Freie Bildung - gegen Studiengebühren

Keine bundeseinheitliche Gesetzgebung

Bildungspolitik liegt im übertragenden Wirkungskreis der Länder. Demnach trifft jedes Bundesland eigene gesetzliche Regelungen im Umgang mit den Studiengebühren. Während teils überhaupt keine Gebühren erhoben werden, müssen woanders nur für höhere Semester gezahlt werden. Wiederum gilt es in einem anderen Bundesland, dass man ab dem ersten Semester zahlungspflichtig ist. Auch ist es möglich, dass die Hochschulen selbst über die Höhe der Gebühr entscheiden können. Das bedeutet, dass dort an jeder Universität oder Fachhochschule unterschiedliche Gebühren zu entrichten sind. Dies kann zu einer Fluktuationen der Studierenden führen, was weder für sie noch den Hochschulen vorteilhaft ist.


Die Mehrheit der Studenten ist gegen Studiengebühren

Studierende fürchten eine finanzielle Mehrbelastung durch Studiengebühren. Besonders die aus sozial schwachen Familien plagt die Problematik des Aufbringens dieser hohen Summen. Wenn man bereits einen BaföG Anspruch hat und davon zusätzlich bis zu 1000 Euro im Jahr absparen muss, erwägen einige gar kein Studium erst aufzunehmen, da die finanziellen Mittel und die hohen Abgaben nicht zu überwältigen wären. Zudem kommen noch die teilweise enormen Mietpreise.

Desweiteren wird kritisiert, dass man mit Hilfe der Studiengebühren die angeschlagenen Haushalte der Länder und Kommunen stopfen würde und man geschickt die Zweckbindung umgehen würde. Man würde also keine verbesserte Lernkonditionen vorfinden, sondern bezahle für das gleiche, wofür die Vorgängerabsolventen nichts bezahlen mussten.

Soziale Ungerechtigkeit

Nicht mehr die Qualifikation, sondern der familiäre Hintergrund entscheidet über die Ausbildung.

Kinder reicher Eltern können es sich leisten zu studieren; Absolventen aus finanziell schlechter gestellten Elternhäusern häufiger nicht. Somit würde sich die Arm-Reich-Schere weiter öffnen. Die Sozialstruktur bestehe dann aus der Elite und der sozial schwachen Schicht.
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