Freie Bildung - gegen Studiengebühren

Veränderungen der Studienbereitschaft

Nachdem in Hessen 2006 die allgemeine Studienbeiträge für das Wintersemester 2007/2008 beschlossen hat, gab es einen Rückgang der Studienanfänger um 5,2% gegenüber dem Vorjahr (Wintersemester 2005/2006: 25.000, Wintersemester 2006/2007: 23.698). Nach der Bei vielen Umfragen gaben junge Personen an, lieber etwas weiter weg zu ziehen und an Standorten ohne Gebühr zu studieren. Die Angst vor der Verschiebung der Studenten in andere Bundesländer schien sich zunächst zu bewahrheiten. In Hessen sank die Gesamtzahl der Studenten demgegenüber erheblich. Verantwortlich dafür war das plötzliche Ausscheiden der Langzeitstudenten.

In Nordrhein-Westfalen verbüßte 6,5 Prozent der Studienanfänger mit Einführung der Studiengebühren im Wintersemester 2006/2007, obwohl die Zahl der Abiturienten gleichzeitig um 4,9 Prozent im Jahre 2006 stieg. Hingegen stieg die Zahl der „Erstis“ in Bundesländern überdurchschnittlich an, in denen keine Gebühren erhoben werden. Da waren teilweise Bewerbungen für Studienplätze um 20% erhöht. Auch im Wintersemester 2007/2008 setzte sich diese Entwicklung fort. Gemäß der Studie „Studiengebühren aus der Sicht von Studienberechtigten“ der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) entschieden sich 2006 bis zu 18.000 Schulabsolventen explizit wegen Studiengebühren gegen ein Studium. Besonders betroffen waren junge Frauen und Menschen aus bildungsfernen und sozialschwachen Familien.

Soziale Ungerechtigkeit

Nicht mehr die Qualifikation, sondern der familiäre Hintergrund entscheidet über die Ausbildung.

Kinder reicher Eltern können es sich leisten zu studieren; Absolventen aus finanziell schlechter gestellten Elternhäusern häufiger nicht. Somit würde sich die Arm-Reich-Schere weiter öffnen. Die Sozialstruktur bestehe dann aus der Elite und der sozial schwachen Schicht.
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